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Jahreshauptversammlung der Historischen Bindertanzgruppe Salzburg

erstellt am 10. Januar 2018

Die Bindertanzgruppe in Salzburg übt den historischen Zunfttanz der Binder mit der dazugehörigen Tracht aus. Der Verein ist mit diesem Tanz einzigartig in Salzburg und Obmann Bernhard Herzog ist sehr stolz auf seinen Verein. Die Bindertanzgruppe ist jedoch auch ein Verein der im Landesverband Salzburger Heimatvereine bei zahlreichen Ausrückungen und Veranstaltungen immer fleißig mitwirkt. Die Jahreshauptversammlung fand heuer traditionell am 6. Jänner im Hotel „Stieglbräu“ statt. Es wurde über die Aktivitäten und Ausrückungen berichtet. So wurden etwa neue grüne Kappen für die Vereinstracht angeschafft, es gab gemeinsame Proben mit der Trachtenmusikkappelle Maxglan die sehr gut waren. Man war beim Fest 525 Jahre Stiegl Brauerei dabei, besuchte das Traditionsvolksfest in Mühldorf und auch beim Rupertikirtag ist man ausgerückt. Bei Ausrückungen erlebt man auch so manches und so wurde die Ausrückung beim Rupertikirtag zu einem besonderen Erlebnis. So kam es gleich zu Beginn zu einem Missgeschick. Vor dem tänzerischen Auftritt ging die Seitennaht bei der Hose von Klaus die ganze Beinlänge auf. Doch auch hier wissen sich die Binder zu helfen, den Rainer hat sofort 20 Sicherheitsnadeln bei der Hand und so wurde die Hose notdürftig zusammengesteckt damit es im Programm weitergehen kann. Mit großer Erleichterung wurde festgestellt, dass die Hose den Auftritt soweit überstanden hatte. Im Festzelt angekommen, musste man sich standesgemäß bei einem Bier wieder etwas stärken. Die Binder saßen gemütlich am Bierzelttisch, als eine Dame völlig aufgelöst unter dem Tisch an dem die Männer saßen, einen Knopf der ihrem Dirndlkleid abhandengekommen war, suchte. Als die Dame sogar selbst unter dem Tisch einen Augenschein vornahm, kam endlich der Knopf zum Vorschein. „Soi man da jetzt annähen auch noch?“ meinten die Binder frech. „Weil ihr ah Nähzeug dabei habt‘s“, konterte die Dame. Schwungvoll zog Rainer sein Nähzeug aus der Jackentasche und die Dame bekam große Augen, meinte aber kurzerhand: „Nein, das erledige ich doch selber“. Als die Binder feststellten, dass es sich bei der Dame wohl um einen Profi handeln musste, so flott wie sie ihren Knopf annähte, schilderten sie ihr Leid mit der kaputten Hose. Sie werde etwas organisieren und kurze Zeit später kam sie mit einer Einladung zum Hose flicken jetzt sofort bei den Damen im Heimatwerk wieder. Klaus ging mit seiner Hose ins Heimatwerk und kam kurze Zeit später mit einer neuen Hose wieder. „Bei der Hos‘n fällt zuerst der Stoff auseinander bevor diese Naht aufgeht“, meinte Klaus mit einem breiten Grinsen.

Auf diesen Erfolg muss man natürlich noch eine Runde ausgeben.

Doch auch die Probenarbeit mit der TMK Maxglan wurde bei dieser Jahreshauptversammlung besonders heraus gestrichen. Es ist schon etwas Besonderes, wenn man mit einer ganzen Trachtenmusikkappelle einen Tanz einstudiert. Leider ist dieser gemeinsame Auftritt dem schlechten Wetter zum Opfer gefallen.

Auch Ehrungen standen bei der Jahreshauptversammlung auf dem Programm. Obmann Bernhard Herzog und Johannes Rupert Franz erhielten das Ehrenzeichen in Silber für 25 Jahre, Johann Benedik in Gold für 40 Jahre und Johann Forsthofer in Gold für 50 Jahre.

Zum Abschluss wurde gemeinsam noch das Binderlied gesungen.

Verfasser: LO Walli Ablinger-Ebner
Foto: LO Walli Ablinger-Ebner

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