Aperschnalzen
Der Brauch des Aperschnalzens
Das Aperschnalzen ist ein alter, vorchristlicher Brauch, der den Winter und Schnee vertreiben (aper) soll. Über die Entstehung gibt es unterschiedliche Auffassungen. Durch Lärm des Schnalzens sollen die bösen Geister und Kälte vertrieben werden. Manche Bauern glauben an einen Fruchtbarkeitsbrauch. Viel Schnalzen soll die schlummernde Saat unter der Schneedecke zu neuem Leben erwecken.
Geschnalzt wird in Gruppen, bestehend aus meistens 9 Personen, die man Passen nennt. Der Brauch wird nur in der Zeit zwischen Stephanietag 26.12. und Faschingsdienstag im historischen salzburgisch-bayrischen Rupertiwinkel ausgeübt.
Alljährlich findet das große Rupertigau-Preisschnalzen statt, welches abwechselnd im salzburgischen bzw. bayrischen Gebiet veranstaltet wird, an dem sich ca. 170 Passen (1500 Schnalzer) beteiligen.