Stutzen stricken

Es ist eine Sache, die jeder interessierten und einigermaßen geübten Strickerin gelingt. In vielen Fällen sogar großartig gelingt. Die glatte Masche hat den Model (=Muster) zu bilden. Sie wird nicht normal glatt gestrickt, sondern immer verschränkt, dadurch hebt sie sich aus dem Grunde heraus. Den Grund bilden die verkehrten Maschen. Folglich sind es die verschränkt glatt gestrickten Maschen, die zur Musterbildung nach rechts oder links überhoben werden müssen. Folgendes ist bitte zu beachten: alle Strickschriften und Bilder zeigen den Model auf seiner Oberseite. Bei Arbeiten, z.B. Stutzen, bei denen man rund stricken kann, wird Masche für Masche genauso gestrickt, wie sie die Strickschrift zeigt.

Diese beginnt immer rechts unten und ist daher immer von rechts nach links zu lesen. Wir empfehlen die ersten Probeversuche unbedingt rund, d.h. in Form eines „Strumpfes“ zu stricken. Dann ist jede der folgenden Musterreihen von rechts nach links zu lesen.

Um die richtige Technik des Strickens zu erlernen gibt es eine Vielfalt von Strickvorlagen und Kurse werden ebenfalls angeboten.

Von Frau Mag. Waltraud Krainer wurde 2010 eine Stutzenmappe präsentiert. Unter dem Titel "alte Muster neu bearbeitet" werden Trachtenstutzen vorgestellt und Strickmuster erklärt. Die Stutzenstrickerei war eine männliche Zunft und die einzelnen Motive haben verschiedenste Bedeutungen. Klingende Bezeichnungen wie "Almwegerl, heimliche Liebe, Fensterl, brennende Liebe" etc. ließen heute wie damals romantische Interpretationsspielräume über den Träger zu.

Diese Stutzenmappe ist beispielgebend dafür, wie man mit Fingerspitzengefühl und intensiver Arbeit einzelne Bereiche der Tracht neu aufbereiten kann.

Informationen bzw. Bestellung der Stutzenmappe sind direkt möglich bei Frau Mag. Waltraud Krainer möglich, Kontaktdaten folgen.typo3/mailto:typo3/mailto:typo3/mailto:waltraud.krainer@gmx.at

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