Katharina, Hl. - 25. November

Kathrein stellt den Tanz ein [...]

...ebenso wie die Musik und das Spinnen – also die bäuerlichen Abendfeste in der Nachbarschaft, die auch der Brautschau dienten (vgl. vor der Fastenzeit
am 17. März: „Gertraud beißt den Faden ab“ d.h., dass die winterlichen Spinnabende zu Ende sind).
Der „Kathreintanz“ schließt die Herbstfeste ab – getanzt wurde früher erst wieder nach Dreikönig, dem eigentlichen Faschingsbeginn!

Die hl. Katharina von Alexandria soll laut Legende um 310 als Tochter des Königs von Zypern gelebt haben. Sie bekehrte 50 Gelehrte zum Christentum und wurde dafür aufs Rad geflochten und geköpft. Ab dem 10. Jh. verbreiteten Pilger und Kreuzfahrer ihre Verehrung.
Katharina, „die allzeit Reine“, wird als Königstochter, mit Krone und Buch, sowie mit Palme, Kreuz, Rad und Schwert als Märtyrerin dargestellt. Sie ist die wichtigste „Hauptheilige“ und u.a. Patronin der Sprache, der Wissenschaften, der Schüler, Lehrer sowie aller Berufe, die mit einem Rad zu tun haben (Spinnrad!). Ihr Namenstag am 25. November schließt den fröhlichen Herbst und weist auf den besinnlichen Advent hin, der auch Fastenzeit war.

Text: Salzburger Landesinstitut für Volkskunde, U. Kammerhofer-Aggermann

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